medizinische Leistungen

Osteopathie

Was macht ein Osteopath?

Ein Osteopath versteht es als seine Aufgabe, Bewegungseinschränkungen in den Gelenken und den Geweben des Körpers zu diagnostizieren und zu behandeln. Diagnose und Therapie erfolgen mit spezifischen osteopathischen Techniken, die ausschließlich mit den Händen ausgeführt werden. In unserer Praxis für Osteopathie in Augsburg verstehen wir dies als eine verantwortungsvolle und individuell angepasste Behandlung.

Welche Strukturen behandeln wir?

Besonders intensiv untersuchen und unterstützen wir die Beweglichkeit folgender Bereiche:

  • Knochen und Gelenke, insbesondere die Wirbelsäule mit sämtlichen Bändern, Muskeln und Faszien
  • Schädel mit seinen membranösen Häuten, das Kreuzbein und das gesamte Nervensystem
  • Innere Organe und deren bindegewebige Aufhängung, sowie das zugehörige Nerven-, Blut- und Lymphsystem

Osteopathie – Aktivierung der Selbstheilung

Osteopathie bedeutet das sanfte Aktivieren körpereigener Heilungskräfte.

Im Mittelpunkt steht der menschliche Körper als vernetztes Gesamtsystem. Der Bewegungsapparat steht dabei in enger Wechselwirkung mit den inneren Organen sowie dem venösen und lymphatischen System. Ziel ist es, Blockaden und funktionelle Einschränkungen zu lösen, sodass der Organismus wieder in sein natürliches Gleichgewicht finden kann.

Eine osteopathische Behandlung kann in vielen Fällen sinnvoll sein – sowohl im präventiven Bereich zur Vorbeugung von Beschwerden als auch begleitend bei bestehenden Problemen. Dabei betrachten wir den Menschen als komplexen Regelkreis, in dem körperliche und funktionelle Zusammenhänge stets berücksichtigt werden.

Die Behandlung erfolgt stets im Dialog. Gemeinsam arbeiten wir daran, Einschränkungen zu erkennen und zu lösen, Zusammenhänge verständlich zu machen und das Zusammenspiel von Körper und Psyche zu stärken. Es geht nicht nur um die Behandlung von Symptomen, sondern auch um deren Ursachen.

Behandlungsbereiche und Techniken

Die klassische Osteopathie arbeitet in mehreren, miteinander verbundenen Bereichen. In der parietalen Osteopathie liegt der Schwerpunkt auf dem Bewegungsapparat. Durch sanfte Mobilisation, Dehnung und fasziale Techniken können Gelenke und Gewebe gelockert und Verspannungen gelöst werden.

Dabei kommen harmonische Techniken im Rhythmus der Körpergewebe zum Einsatz, die darauf abzielen, Gelenke und Weichteile zu lockern, Muskeln zu dehnen und die Ver- und Entsorgung von verletzten Strukturen zu verbessern. Ergänzend werden Faszientechniken sowie Tender- und Triggerpunktbehandlungen eingesetzt, um verspannte und schmerzhafte Strukturen zu entspannen, die Durchblutung und Versorgung zu fördern und Schmerzen zu lindern.

Darüber hinaus werden Impulstechniken mit minimalen Hebeln angewendet, die mit sehr feinen, gezielten Impulsen arbeiten – deutlich sanfter, als man es aus der klassischen Chiropraktik kennt. Sie helfen dabei, die Beweglichkeit von Gelenken zu verbessern und das umliegende Gewebe zu entspannen. Diese Techniken werden stets durch eine osteopathische Weichteilbehandlung vor- oder nachbereitet, um mögliche Nebenwirkungen zu reduzieren und den Behandlungseffekt zu optimieren.

Die craniosacrale Osteopathie bezieht Schädel, Wirbelsäule und Nervensystem mit ein. Hier kommen besonders feine, rhythmische Impulse zum Einsatz, um Spannungen zu regulieren und die Beweglichkeit der Strukturen zu harmonisieren.

Im Mittelpunkt steht dabei das Zusammenspiel von Schädel, Gehirn, Rückenmark mit seinen Umhüllungen bis hinunter zum Kreuzbein sowie dem gesamten Nervensystem. Durch direkte und indirekte Techniken wird versucht, die Beweglichkeit aller erreichbaren Strukturen innerhalb der Schädelbasis, des Schädeldaches, des Gesichtsschädels, des Kauapparates und des Kreuzbeins zu verbessern und miteinander zu synchronisieren.

In der viszeralen Osteopathie stehen die inneren Organe, ihre Aufhängung sowie ihre Ver- und Entsorgung im Mittelpunkt. Durch gezielte manuelle Techniken kann die Beweglichkeit der Organe verbessert und ihre Funktion unterstützt werden.

Wir stimmen alle Techniken individuell auf den jeweiligen Menschen ab und kombinieren sie häufig miteinander.

Indikationen

Eine osteopathische Behandlung kann bei vielen Erkrankungen, die nicht zwingend einer medizinischen Therapie bedürfen, eine sinnvolle Maßnahme sein – sowohl als alleinige Behandlung als auch als Ergänzung zu einer erforderlichen medizinischen Behandlung. In vielen Bereichen kann Osteopathie zudem eine gute Präventionsmaßnahme darstellen.

Durch die Behandlung relevanter Bewegungseinschränkungen im gesamten Körper möchten wir die Stoffwechselvorgänge optimieren, die für die Heilung erkrankten Gewebes förderlich sind. Ziel ist es, funktionelle Einschränkungen zu erkennen, zu lösen und damit Prozesse zu unterstützen, die der Körper für Regeneration und Stabilisierung benötigt.

Behandelt werden nicht nur Erwachsene, Leistungssportler oder Schwangere, sondern ebenso Kinder und Babys. Die Osteopathie versteht sich dabei als Behandlungsform, die nicht ausschließlich momentane Symptome im akuten Fall adressiert: Sie kann auch in regelmäßigen Abständen im Rahmen der Gesundheitspflege eingesetzt werden – beispielsweise zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens oder zur frühzeitigen Prävention funktioneller Beschwerden.

Für die osteopathische Behandlung von Babys und Kindern begrüßen wir Sie herzlich in unserer Praxis in Nördlingen.

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