

Neurotransmitter sind chemische Substanzen, die die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen, sog. Neuronen, herstellen. Sie sind im ganzen Körper zu finden und für die Gehirn- und Körperfunktionen essentiell notwendig. Die unterschiedlichen Neurotransmitter haben verschiedene Wirkungen.
Einige sind beruhigend, während andere anregen und das Gehirn stimulieren. Biologische- und Umweltfaktoren wie Stress, einseitige Ernährung, Umweltgifte oder die genetische Disposition können Neurotransmitter-Dysbalancen verursachen bzw. begünstigen und somit Krankheitssymptome auslösen oder verstärken.
Um einer gestörten Neurotransmitter-Balance möglichst effektiv zu begegnen, ist eine individuelle Zufuhr von deren Vorstufen sinnvoll. Dieses kombiniert spezielle Aminosäuren (Eiweißbausteine), Vitamine, Mineralien und Naturstoffe, die nebenwirkungsfrei die körpereigene Produktion von den reduzierten Neurotransmittern unterstützen.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Aminosäuretherapie ist eine Laboranalyse, die Auskunft über die im Körper verfügbaren Neurotransmitter und Stresshormone gibt. Dafür wurde ein einfacher Urin- und Speicheltest entwickelt.
Grundlegend für AD(H)S scheint eine Stoffwechselstörung im Gehirn und Nervensystem zu sein, die insbesondere zu einem Ungleichgewicht bei den Botenstoffen Dopamin und Noradrenalin, aber auch zu einer Dysbalance anderer Botenstoffe, führt. Dadurch wird eine geordnete Informationsverarbeitung im Gehirn behindert.
So erklärt sich die meist positive Wirkung einer Medikation mit Ritalin, Amphetaminsaft oder Captagon unter anderem durch deren Einfluss auf den Dopamin-Haushalt. Bei Erwachsenen werden eher Antidepressiva wie Serotonin- oder Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer eingesetzt.
Die Medikamente, die zur Behandlung von Schlafstörungen verwendet werden, imitieren entweder Neurotransmitter oder verteilen die existierenden um. Sie wirken bei noch ausreichend vorhandenen Neurotransmittern, ändern aber nichts an deren Herstellung. Dadurch ist der Effekt nicht selten limitiert. Wenn die vorhandene Menge unter einen kritischen Wert fällt, verlieren einige Medikamente schlicht die Wirkung.
Depressive Verstimmungen gehören neben Angstsyndromen, zwanghaftem Verhalten, Schlaflosigkeit und Migräne zu den wichtigsten Neurotransmitterstörungen. Wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass neben dem Neurohormon Cortisol, hauptsächlich die im zentralen Nervensystem aktiven Botenstoffe – wie Serotonin und Noradrenalin – für die Entwicklung der Depression verantwortlich sind. Andere Neurotransmitter wie GABA oder Glycin scheinen dagegen hauptsächlich Einfluss auf die Entwicklung von Ängsten zu nehmen.
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